Sonntag, 24. Juli 2016

Blubb, Blubb

Damit fängt es an

Nein, stimmt nicht.
 Es fängt schon vorletztes Weihnachten an, da bekam der jüngste Sohn einen Schnuppertauchgutschein eben dort.
Und zack - er ist dem Tauchsport verfallen. Irgendwann, nachdem er wieder begeistert erzählt, sage ich: Das würde ich auch mal ausprobieren wollen.

Die Dose samt Inhalt = Gutschein Abenteuertauchen , mein Geburtstagsgeschenk der Kinder.

Gestern war es soweit. Sohn ist natürlich mit seiner Unterwasserkamera dabei.

Geschafft - ich bin im Anzug. Das ist schon ziemlich anstrengend, weil hauteng und dickes Material.

Erst mal abkühlen. Der Anzug ist ein "Halbtrockenanzug", d.h. er ist dick und warm (oh ja) läßt aber eine dünne Schicht Wasser einlaufen - herrlich kühl. Das Material läßt mich im Wasser oben treiben.

Es wird ernst. Ich werde aufgerüstet - Tarierweste, Blei und Luft - ca. 20 kg.

Mir werden die Flossen angezogen, mein Tauchlehrer wartet schon im Wasser auf mich.
Wir begrüßen uns und er wiederholt die Tauchzeichen, die ich schon im Basisbüro erfahren habe.
Ich muß in die Maske spucken, verreiben und ausspülen. Gegen das Beschlagen.

 Da schwimmen wir jetzt rüber und üben.

Daumen und Zeigefinger zum Kreis = Alles ok
Daumen hoch/ runter = Auf - Abtauchen
Hand waagerecht ruhig = auf dieser Tiefe bleiben
Hand waagerecht schwenkend = etwas stört, auftauchen
Hand senkrecht = auf dieser Tiefe losschwimmen
Nase zuhalten und auf die Ohren deuten = Druckausgleich klappt nicht

Wenn die Maske vollläuft, oben an der Nasenwurzel die Maske andrücken und einmal über die Nase ausatmen. Dann wird das Wasser rausgedrückt.

Ich bin im Wasser - skeptisch. Der Tauchlehrer hat mich quasi an der Leitung, die ganze Zeit. Das Gerät in seiner Hand ist mit meiner Flasche und Weste verbunden, darüber wird Luft in die Weste gepumpt - zum tarieren.

 
Maske auf,

 Mundstück rein
 
 und hinknien. Atmen unter Wasser üben.



 

 




Ok, das Atmen klappt.
Na denn mal abtauchen.


Irgendwie macht mein Körper nicht das, was ich will. Die Beine haben keine Bleigewichte und bekommen durch den Anzug Auftrieb.


Die Maske läuft voll und läßt sich nicht leerpusten.
Auftauchen und kleinere Maske anziehen.
Abtauchen.
Druckausgleich.
Die Beine machen immer noch was sie wollen.
Die Maske läuft voll - auspusten. Funktioniert nicht. 
Das linke Ohr will keinen Druckausgleich.
Auftauchen.

Der Sohn wartet unten auf mich, er begleitet mein Abenteuer mit der Kamera, unterstützt durch seinen Tauchbuddy.
Ein verantwortungsbewußter Taucher geht nie allein ins Wasser, den Tauchpartner nennt man Buddy.

Ok, ruhig durchatmen, Druckausgleich über Wasser und abtauchen. Langsamer diesmal. ich gebe 2 mal Zeichen, dass ich auf der erreichten Tiefe pausieren will. Es klappt, obwohl die Maske wieder vollläuft.
Bis auf 10 m Tiefe schaffe ich es, dann fragt mein Tauchlehrer per Handzeichen ob wir losschwimmen wollen.

Nein!!!

Da spielt der Kopf oder mein Selbsterhaltungstrieb nicht mit.
Ich soll loslassen und in dem tiefen, halbdunklen Wasser mit unkoordinierten Beinen den Fisch geben?

Daumen hoch, ich will nach oben.
Das ist nicht meine Welt, aber ich habe es versucht.


Boah, ist das Equipment jetzt schwer. Nach einer schwerelosen Zeit im Wasser und mit der 
Erschöpfung fühlt es sich zentnerschwer an.


 Geduscht und umgezogen. Und ko.

2 Stunden später, zu Hause, im Gespräch mit dem Sohn denke ich darüber nach, es vielleicht noch einmal in noch langsameren Tempo im helleren Gewässer zu probieren.
Im Januar ist Mauritius geplant.
Oder doch beim Schnorcheln bleiben?
Mal sehen.
Blubb.







































Kommentare:

  1. Ganz ehrlich? Das "Becken" war ja voll nix! Ist ja cool, solch einen Ort zu betauchen, aber glaube mir, jedes Freibad wäre besser gewesen. Ich habe Tauchen in Florida gelernt mit Schein und allem pipapo, als mir aber mal die Maske entfleuchte und ich Wasser in die Nase bekam und dadurch nicht mehr rictig atmen konnte, seitdem weiß ich: ich bin da nicht geeignet für, außer (!) ich bleibe bei max. 10 m Tiefe. Und 10 Meter oder 9 oder 6 sind nix, da kann man zur Not auch mal schnell auftauchen ohne Zwischenstop. Und bei unter 10 m gibt´s auch noch was zu sehen, sonst ist alles blau und grau.

    Probiere es im Urlaub nochmal und achte darauf, daß Du Strömungstauchen machst, d.h. Du und Deine Gruppe bzw. Divebuddy bekommt eine Boje am Seil mit und das Boot holt Euch dann wieder an Eurer Boje ab. So könnt Ihr Euch wunderbar von der Strömung mitnehmen lassen und es bleibt viel Zeit zum gucken, Druckausgleichen, bewundern und genießen.

    Nana

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    1. Danke für die Ermutigung. Es nagt schon an mir und ich werde es im Urlaub nochmal probieren.
      Beim Reiten habe ich auch mehrere Einheiten gehabt bevor die Erkenntnis kam, dass Pferd und ich nicht kompatibel sind ;-)

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  2. Was für ein Abenteuer, für mich würde schnorchel reichen :) Aber ich finde die Idee toll, einen Schnupperkurs zum Geburtstag zu veschenken,
    lG Sabine

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  3. Puuh, ganz großen Respekt hab ich vor dir liebe Carola. Mir ist beim Lesen schon die Luft weg geblieben. Ich kann mir das für mich üüüüberhaupt nicht vorstellen und find es toll, dass du es im Urlaub nochmal probieren willst.
    LG este

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  4. Nuja als der Sohn der da ganz cool am Grund lag muss ich sagen, direkt an der leine bis ganz nach unten war zuviel, hätte besser nach und nach die heller ausgeleuchteten Plattformen Runter aber najut is halt wies is.
    Kann ja nicht Jeder ein Fisch Sein daher euch allen noch viel Spass im Wasser und wenn ihr beim Schnorcheln unter euch Guckt nicht erschrecken, könnte ich sein ^^

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