Mittwoch, 18. Oktober 2017

Louisbourg

We`re in luck = wir haben Glück.
Eigentlich ist die Saison auch in der Festung von Louisbourg seit 2 Tagen vorbei -closed for the season.
Aber eine Besuchergruppe von einem Kreuzfahrtschiff im Hafen von Sydney bekommt wie wir noch einmal die Gelegenheit, einige Gebäude von Innen anzusehen.
In der Saison herrscht hier reges Treiben kostümierter Darsteller, wir erleben auch noch drei.

Er begrüßt uns am Eingang und bedauert, dass er uns nicht alles zeigen kann ( closed for the season )

 

Er erklärt, wie zu damaliger Zeit diese Waffe geladen wurde.
Sie war bei Regenwetter nutzlos, da das Schießpulver naß wurde

 
Kümmert er sich um die Tiere, die hier in verschiedenen Pferchen leben?
Gänse, Hühner und Hähne, Schafe und Ziegen

 
Soldatenunterkunft

 
Offiziersunterkunft
 

 

Im Gouverneurspalast

 
Das Eishaus
Es durfte im Sommer erst nach Sonnenuntergang geöffnet werden um Eis zu entnehmen

 
Die Mode
 
Das Hospital



Die Küche

Der Gemüsegarten  
Der Kräutergarten



 
Wehrhaft

Der Schandpfahl



Little Drummerboy

Eine wunderbar gelungene Rekonstruktion der alten Festung, eine kleine Stadt.

Anschließend fuhren wir noch zum Leuchtturm


 

Wir hatten noch Zeit, also fuhren wir nach Iona.
Dieser Ort liegt fast mitten in Cape Breton, am Bras d`or Lake und ist nach der gleichnamigen Stadt in Schottland benannt.
Hier im kanadischen Iona sollen die ersten schottischen Einwanderer gesiedelt haben und es gibt ein Museumsdorf.
Aber....closed for the season.
So what, ist halt so.  Dafür haben wir freie Straßen und Orte und den wunderbaren Indian Summer, wie uns Andrew erklärt, den wir im nebenan liegenden schottischen Inn kennen lernen.
Seine Frau ist die nette Bedienung.
Dan, der Manager, erlaubt uns, dort über Nacht zu stehen.
Das Essen im Inn war seeehr lecker und das Bier hat auch geschmeckt.



 
 
 
 
 
 

 

 

Montag, 16. Oktober 2017

Toaster und Fön kaputt?

Ja was ist denn mit den Geräten los. Der Toaster versagt den Dienst.
Oh ne, nicht das auch noch. Wo schon die Kaffeemaschine von Beginn an kaputt ist.
Toasten geht auch kurz über der Gasflamme, man wird erfinderisch.

Nach der Dusche möchte ich gerne fönen - aber der Fön nicht.
Na ja, der hat schon einige Jahre und Transatlantikflüge hinter sich gebracht. Kann ja sein.

Und dann sagt der männliche Mitreisende, dass der Rasierapperat auch nicht aufgeladen wurde.
Komisch, der Laptop bekommt Strom.
Also, Steckdose in Küche und Bad defekt?
Handbuch raus, lesen bildet.

 
Das ist die Steckdose im Bad und das rote Rechteck ist der Fi-Schalter.
Der springt raus, wenn irgendetwas komisch ist, auch in Deutschland.
Tatsächlich, rausgesprungen, ein rotes Licht leuchtet.
Das braune Rechteck darüber gedrückt und alles ist wieder in Ordnung.
Toaster und Fön arbeiten da, wo sie es sollen.
Wahrscheinlich ist das auch der Grund gewesen, warum wir gestern morgen um 7 Uhr vom Piepsen des Überwachungspaneels geweckt wurden, die Batteriespannung schwankte und fiel zeitweise unter das Soll.  Also sicherheitshalbe kurze Generatortätigkeit.

Wir sind auf dem Weg nach Sydney.
Nein, wir sind nicht falsch abgebogen, das gibt es auch hier in Nova Scotia.

 
Manpower statt Baustellenampel.
Wir entschieden uns gegen die Fähre und für die Umfahrung der St. Anns Bay.
Traumhaft schön, nach der Baustelle.

Es ist auch wieder wärmer geworden, die Jacke ist nicht mehr nötig.
 
Da fahren wir gleich rüber
 


Hafen mit Cruiseterminal in Sydney.
Die Geige ist eine Hommage an die irischen und schottischen Einwanderer, untermalt von 
entsprechender Musik.

Mahnmal zur Erinnerung an die schiffbrüchigen Soldaten im 2. Weltkrieg.
Könnte auch für die Flüchtlingssituation heute in Europa stehen.

Sydney ist eine größere Stadt, mit entsprechendem Verkehr.
Das wollen wir nicht. Darum machen wir uns nach kurzer Shoppingunterbrechung in einer 
Mall ( 1 Jeans, 1 Hemd, 2 T-Shirts) auf den Weg nach Louisbourg.
Wir haben Glück. Der stadtnahe Campingplatz hat noch geöffnet und wir haben
einen Übernachtungsplatz.
Wir haben festgestellt, dass wir bisher immer auf bezahlten Plätzen übernachtet haben. 
Damit unterstützen wir die Betreiber, oder?
 
 
 
 
 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Cape Breton Nationalpark

Eine wunderbare Landschaft, ob Wald oder Küste.

 
 
Die Steine für den Bau dieser Kirche in Cheticamp wurden im Winter per Schlitten von der vorgelagerten Insel über das zugefrorene Wasser geholt.

 
Moderne Schneeschuhe

 

 
Uuups, wo geht es denn hin?



 



 
Diesem Trail folgten wir, von rechts über den unteren Weg bis zum roten Rechteck

Und hatten dann diese herrliche Aussicht

Diese Hinweise sollte man sich gut durchlesen, man weiß ja nie.
Auf diesem Trail gab es eingezäunte Areale. Dort soll die Natur ihren Lauf haben, ohne von Elchen abgefressen zu werden. In den 70er Jahren hat ein Baumschädling viel Unheil angerichtet und die Elche mögen am Liebsten junge, nachwachsende Schößlinge.

 
Das sieht doch gemütlich aus, oder?
Wir fanden im Nationalpark einen Übernachtungsplatz mit Selbstregistrierung. Man steckt das geforderte Geld - hier 21,50 Can $ - in einen Umschlag, den man neben dem Einwurfrohr findet, macht Angaben über Ankunft und Abfahrt und kann u.a die Toiletten und diese Hütte nutzen.
Der Ofen war durch andere Touristen schon angeheizt, die bereits fertig waren mit Essen kochen und spülen, es gibt 2 Spülen.
Ein anderes Paar aus Montreal war noch mit den Essenvorbereitungen beschäftigt und begrüßte uns mit den Worten: Bringt euer Bier oder Wein mit und setzt euch dazu. 
Später, als es stockdunkel war zeigte sich ein wunderbarer Sternenhimmel, sogar die Schleier der Milchstraße waren zu sehen.


 
Um hier her zu gelangen, ging es kurvig stetig bergauf, 8 km über eine Schotterpiste, die nur in den engsten Kurven asphaltiert war.



Hier kann sich der Wahre Schotte mit seinen Clanfarben einkleiden







Wir sind wieder in den tieferen Regionen



Puuhhh, das war ganz schön lang.
Wir haben nicht immer WiFi, so werden die Berichte an Internettagen halt lang