Mittwoch, 18. März 2020

Häuser mit und ohne Schrift


Fanden nicht statt. Der Hering wurde trotzdem vom Kutter an die Leute gebracht und wir erkundeten
2 Tage die Straßen von Wismar.

In Wismar sind viele alte Gebäude zu sehen. Und auch alte Beschriftungen oder Hinweise auf Unternehmen.



Das Wassertor
 

Manches ist zum Schmunzeln
 


Einfach nur schön ( alt )
 





Wir waren in 2 Cafes, so liebevoll hergerichtet mit alten Möbeln und leckeren Kuchen.
Hoffentlich sind sie nach Corona noch da.

Bleibt gelassen und gesund

Dienstag, 3. März 2020

Nichts für mich

Mitte Februar machte ich den " Longarmführerschein".
Bedeutet nichts anderes, als das ich mit noch 6 Teilnehmerinnen eine Einweisung in eine Longarm-
maschine bekam und ca. 20 Min an einem Probestück rumquilten konnte.

Na ja, war schon anstrengend. Die Maschine läuft superleicht und die Schnelligkeit ist auch so ein Ding. Auch die verkrampfte Körperhaltung, die man als Neuling einnimmt, war nicht Ohne.

Egal! Ich bin experimentierfreudig und spontan und habe mit noch einer Teilnehmerin diese 
Longarmmaschine gebucht.

Gestern war es dann soweit.
Zu zweit spannten wir mit einigen falschen Griffen ( abnehmen und neu machen ) und unter fachkundiger Beratung der Shopinhaberin den Quilt der anderen Teilnehmerin ein.

Es gab Kommentare wie: Oh Mist, Fadenriss, vernäht, warum gehts nicht weiter, schon wieder eine Reihe fertig usw.

Dann konnte sie ausspannen. Ihr Quilt sah gut aus. Sie nannte ihn den "Übungsquilt". Das Quilting
fand sich nur in 5cm breiten diagonalen Sashings mit minimalen Quernähten.

Dann war ich drann.

2m x 2m wurden eingespannt, auch wieder mit Fehlern, aber das ist der Lerneffekt.

Mein Top hat viele kleine Patches mit vielen Nähten. Unterschiedliche Regionen und Farben.

Fazit: Nichts für mich. Gar nicht.

Wie schon gesagt, läuft die Longarm superleicht, also auch so aus der Spur. Heißt, bei jeder Nahtkreuzung ( sehr viele ) mußte ich höllisch aufpassen und es passierte doch.

Nach 2 Stunden war dann klar, dass ich nicht weiter mache.
Ich werde das Quilting auch wieder auftrennen, es ist grottenschlecht.

Da bleibe ich liebe beim Freemotionquilten, das kann ich besser steuern.
 Dann dauert es halt länger, das Patchen brauchte ja auch seine Zeit.

Vor allem, weil das Sandwich schon komplett gequiltet war. Da hatte ich noch wenig Ahnung von 
Fadenspannung beim Quilten und Bobbingarn. Es gefiel mir nur ganz oberflächlich.
Der Unterfaden war oben zu sehen, die Rückseite nicht schön.Also habe ich getrennt und getrennt und....
Habt ihr schon mal Bubbles getrennt? Ein Hoch auf meinen Lupenaufsatz für die Brille.


So sieht das Sandwich aus Die Vorderseite zeige ich erst, wenn ich fertig bin mit auftrennen und
Freemotionquilten.

Ich habe es ausprobiert, weiß worum es geht und es ist nichts für mich.

Dienstag, 4. Februar 2020

Unter der Haube...

....kann meine Maschine nicht mehr einstauben.

In einem Blog eines Nähmaschinenherstellers fand ich den Tip, aus einem Übungsstück mit Quiltmustern anschließend eine Nöhmaschinenhaube zu nähen.


In meinem Fundus warteten diese Kona Cottons schon einige Zeit auf Verarbeitung.
 

Ich probierte Freemotionquilting und Rulerwork, auch kombiniert.


Die Kanten sind mit einem passenden Schrägstreifen eingefasst.


Die Overlock schaut schon ganz neidisch ;-). Da muss ich wohl weiter üben.

Donnerstag, 23. Januar 2020

Masche für Masche

habe ich in relativ kurzer Zeit - seit Anfang Dezember - einen Pullover fertig gestellt.
Außer ab und zu mal ein Paar Socken habe ich so etwas Großes schon ewig nicht mehr gestrickt.

Uups, verkeht herum.

Einmal das Muster von Nahem. Es ist Merinowolle, ganz kuschelig.

Das hat Spass gemacht und deshalb sind schon wieder Maschen auf der Nadel. Wolle aus Norwegen für eine ebensolche Jacke.

Dienstag, 14. Januar 2020

Ein Wintermärchen ist zu Ende

 Um 23:20 Uhr am 03.01.2020 kam endlich die ersehnte Durchsage: Nordlichtaktivitäten.
Raus aus dem Bett und rein in die warmen Sachen war in Windeseile erledigt.
Ich sah am Himmel graues Wabern. Erst auf der Kamera war das grüne Gebilde zu erkennen.
3 Tage später konnten wir das Grün auch mit den Augen erkennen.

 

Am 8. Tag unserer Reise erreichten wir, jetzt südgehend, die nördlichste Stadt der Welt. Hammerfest.
N070°39,6` E023°39,5` 


Hier pfiff uns der Wind wieder ordentlich um die Ohren
Inschrift auf dieser Säule laut Wikipedia
Der nördlichste Punkt auf einem Meridianbogen von 25°20' vom Arktischen Ozean bis zur Donau durch Norwegen, Schweden und Russland auf Veranlassung von Ihrer Majestät Oskar I. sowie den Kaisern Alexander I. und Nikolaus I. vermessen in den Jahren 1806 bis 1852 von den Geometern aus den drei Nationen. Breitengrad 70° 40' 11,3''.

Von einem erhöhten Aussichtspunkt hatten wir einen guten Blick auf Hammerfest


Es war etwas Zeit für einen kurzen Spaziergang im Schneegestöber.
Ich entdeckte ein Handarbeitsgeschäft und fand eine schöne Anleitung für einen Norwegerpullover
und natürlich die entsprechende Wolle ;-)

Nachmittags um 17 Uhr gab es immer ein Treffen mit dem Expeditionsteam.
Sie stellten eine(n) musikalischen und eine(n) bildende(n) Künstler(in) vor, zeigten Fotos vom Tag vorher, informierten über kommende Ausflüge, zeigten die Wetterkarte und lehrten uns ein neues Wort auf norwegisch.

Abends wurde auf dem Außendeck u.a gezeigt, wie ein Lachs filetiert wird 
 
 und als Sashimi angeboten

und wie Stockfisch gegessen wird.

 Da war Schwerarbeit mit dem Hammer nötig, erst dadurch lassen sich diese Stücke lösen.
Schmeckt besser als es riecht.
Der Stockfisch =  Kabeljau, wird durch mehrtägiges Einlegen in Wasser wieder weich und kann z.B für Suppe verwendet werden.

Wir sind südgehend wieder in Tromso und erleben ein Mitternachtskonzert in der Eismeerkathedrale






Es war sehr schön

Darauf folgt eine kurze Nachtruhe, denn am nächsten Morgen starten wir um 8 Uhr zu den Vesteralen, ein Schwesterinselgruppe der Lofoten.


Wir besuchten diese protestantische Kirche aus dem Mittelalter,
in der die katholischen Altarbilder belassen wurden.



In Sichtweite gab es ein Museum und einen Museumsbauernhof





Die Landschaft der Vesteralen ist wunderschön.
Während wir im Bus sitzend den Ort Sortland ansteuern, kommt auch unser Schiff dort an.

Auf der Weiterfahrt halten wir für einen kurzen Spaziergang nochmal in Stokmarknes ( Silvester)
und in Svolvaer, Hauptstadt der Lofoten.
N068°13,7`  E014°34,0`

Diese Gestelle findet man sehr oft.  
Die Lofoten sind Stockfischgebiet und an diesen Gestellen wird er ab Februar getrocknet

 Kurzes Schneegestöber

Einen Schneeadler habe ich als Kind gemacht. Jetzt nochmal.



Am 06.01.2020 verlassen wir um 8:45 Uhr den Polarkreis


Am 07.01.2020 bummeln wir eine Stunde durch das erwachende Trondheim



Fahren dann an der Insel Munkholmen vorbei, die unter Denkmalschutz steht.
Sie war Kloster, Festung und Staatsgefängnis im Laufe der Jahrhunderte

und legen nachmittags noch einmal in Kristiansund an.
N063°06,9` E007°44,1`


Klippfischfrau
In Kristiansund wurde der Fisch auf den Klippen getrocknet, nicht auf Holzgestellen.



Die Sonne ist wieder da
 

 Überall Wasser

Bergen voraus
  

Um 14:30 Uhr verlassen wir am 08.01.2020 in Bergen die MS Trollfjord
Es war ein WIntermärchen